1.) Chip-Genotypisierung von Pseudomonas aeruginosa

Die hannoversche CF-Forschergruppe hat zusammen mit der Firma CLONDIAG GmbH ein Multilocus-Typisierungsverfahren entwickelt, das P. aeruginosa-Stämme mit hoher Sensitivität und Spezifität typisiert, die binÄren Genotypen elektronisch dokumentiert und in einer Datenbank hinterlegt, preisgünstig, schnell und robust ist, keine aufwendige Laborausrüstung erfordert, und auch von Personen mit geringer Fachkenntnis durchgeführt werden kann. (DNA Analyse)

2.) Messung: Mit einem sog. EasyOne Pro LAB System.

Mit diesem Gerät lässt sich die veränderte Belüftung bei Mukoviszidose in der Lunge bestimmen. Ermittelt wird der sog. Lung Clearance Index LCI.
Was sind die Vorteile des Verfahrens?
Mit dieser Messung lassen sich Störungen der kleinen Atemwege erfassen. Mit der Spirometrie und Messung von Lungen- und Atemparametern werden Störungen der größeren luftleitenden Atemwege erfasst. Dieses neue Verfahren ist also in der Aussage komplementär zu den bisher in der klinischen CF Versorgung genutzten Lungenfunktionstechniken
Die spirometrisch gemessene Ein-Sekundenkapazität FEV1 ist zur Zeit der gängige Goldstandard zur Beurteilung des Schweregrads der CF beim einzelnen Patienten. Der LCI ist sensitiver als die FEV1. Bei vielen CF Patienten mit einer altersnormalen Spirometrie lassen sich bereits anhand des LCI Ventilationsinhomogenitäten nachweisen. Der LCI ist daher als Frühwarnsystem für die Lungenfunktion bei CF geeignet.


Prof. Weber stellt seine Forschung vor!

Die Deutsche Förderungsgesellschaft zur Mukoviszidoseforschung e. V.. fördert die Forschungen der Arbeitsgruppe um Herrn Prof. Dr. Wolf-Michael Weber von der Westfälischen Wilhelms Universität Münster:
Durch zwei innovative Strategien sollen defekte Transportsysteme der Lungenzellen repariert werden, damit sie ihre normale Funktion in der Lunge wieder ausüben können. Das führt dann auch dazu, dass sich dann weniger Bakterien in den Atemwegen ansiedeln können, wodurch es weniger Entzündungen in der Lunge gibt, die das Lungengewebe sonst schädigen. Derzeit sterben ca. 90% der Mukoviszidose Patienten an Lungenversagen. Könnte man das durch diese Forschungen verhindern, hätten wir einen riesigen Schritt zum Wohle der Patienten gemacht.